Handeln, das ist, wozu wir da sind.       Johann Gottlieb Fichte

Wann kann Ergotherapie helfen? 

Bei jeglichen Betätigungsproblemen im Alltag auf Basis einer relevanten medizinischen Diagnose bzw. Verdachtsdiagnose (z. B. Entwicklungsverzögerung/-störung der Motorik; Entwicklungsstörungen der schulischen Leistungen, Entwicklungsstörungen in Kombination mit einer Sprachstörung, ADS/ADHS, Autismus, Störungen des Sozialverhaltens, angeborene oder erworbene Beeinträchtigungen aufgrund von Gendefekten oder neurologischen Erkrankungen, chronische Erkrankungen) ist Ergotherapie angezeigt.

Betätigungsprobleme sind im Zusammenhang mit dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes zu sehen und können beispielsweise sein:

Ihr Kind hat Schwierigkeiten im Kindergarten (bleibt im Sitzkreis nicht dabei, kann sich nicht an Regeln halten, sekkiert andere Kinder, spielt nicht mit anderen Kindern, findet keine eigenen Beschäftigungen oder spielt nicht abwechslungsreich, kann nicht warten, ist ungeschickt im Turnsaal/Garten, kann sich bei der Jause nicht selbst organisieren, kann sich nicht selbst an-/ausziehen/die Toilette benutzen,…)

Ihr Kind hat Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Schule (kann Sitzplatz/Schultasche nicht ordentlich halten, findet nicht/vergisst/verliert häufig Schulsachen, ist langsam/trödelt bei den Hausaufgaben, macht viele Fehler und kontrolliert nicht, bleibt nicht bei seinen Aufgaben, hält den Stift seltsam, klagt über Schmerzen/Verspannungen bei längerem Schreiben, schreibt unleserlich/zu langsam, fällt es schwer auf der Zeile zu schreiben, ist ungeschickt im Turnsaal, hält Klassenregeln nicht ein, stört den Unterricht oder andere Kinder, findet keine Freunde, gerät immer wieder in Konflikte mit anderen Kindern und kann diese nicht lösen,…)

Ihr Kind hat Schwierigkeiten zu Hause (trödelt herum, kann Knöpfe/Reißverschluss nicht zu machen, kann die Masche nicht binden, zieht Kleidungsstücke verkehrt an, patzt beim Essen herum, kann Essen nicht selber schneiden, bleibt beim Essen nicht sitzen, kann nicht warten, hält sich nicht an Regeln, hat Schwierigkeiten beim Aufräumen seines Zimmer, kommt beim Schlafengehen nicht zur Ruhe,…)

Ihr Kind hat Schwierigkeiten in der Freizeit (fordert übermäßigen Medienkonsum – Fernsehen/Handy/PC/Tablet/Spielkonsole - ein, findet keine Beschäftigungen oder spielt über einen längeren Zeitraum, sucht sich keine ruhigen Spiele, Spielsachen gehen häufig kaputt, ist ungeschickt am Spielplatz, verletzt sich häufig beim Spielen, hat Probleme bei der Teilnahme an organisierten Freizeitaktivitäten z. B. Turn-/Fußballverein, Musikunterricht, hat Schwierigkeiten Aktivitäten wie Roller fahren/Radfahren/Schwimmen/Eislaufen zu erlernen, gerät immer wieder in Konflikte mit anderen Kindern und kann diese nicht lösen, …)